Portrait

Portrait

Daniela Ritzenthaler (-Spielmann)

Dr.phil.

Heilpädagogin

Erwachsenenbilderin HF

 

Nach der Matura am Gymnasium Kirchenfeld in Bern (Typ C) absolvierte ich ein Jahrespraktikum im Kanton Neuenburg in einer grossen Institution für Menschen mit geistigen und komplexen Beeinträchtigungen. Anschliessend studierte ich in Fribourg auf Französisch Heilpädagogik. Während dem Studium sprachen alle Dozenten von der Selbstbestimmung der Menschen mit einer Beeinträchtigung, ich erlebte aber in der Institution, in welcher ich noch immer als Aushilfe arbeitete an den Wochenenden, zahlreiche Situationen, wo wir für die Menschen entschieden. So kam ich zur (Medizin)Ethik. Ein Kollege nahm mich in eine Vorlesung von Beat Sitter-Liver mit, und diese 1 1/2 Stunden haben mich so fasziniert, dass ich mich seit über 15 Jahren intensiv mit Ethik beschäftige. Von 2005-2016 habe ich für Dialog Ethik als wissenschaftliche Mitarbeiterin gearbeitet und war mitverantwortlich für Projekte rund um Patientenverfügungen, für die Planung und Durchführung von Weiterbildungen zu ethischen Themen.

Die Frage, wie Selbstbestimmung in sozialen Institutionen, in Alterspflegeheimen und im Spital möglich ist und wo ihre Grenzen sind, hat mich bis heute nicht losgelassen.
Für Dialog Ethik und zahlreiche Partnerorganisationen habe ich Informationsveranstaltungen geleitet und Weiterbildungen zu vielen ethischen Themen durchgeführt.
An der Universität Zürich habe ich eine Dissertation zum Thema “Lebensendentscheidungen bei Menschen mit einer Beeinträchtigung” geschrieben.
Dazu habe ich mit Angehörigen, Ärzten und Betreuungsfachpersonen qualitative Leitfadeninterviews geführt. An der Höheren Fachschule BFF Bern unterrichte ich seit Sommer 2014 die Module Ethik, Heilpädagogik und Sexualität/Affektivität an angehende SozialpägagogInnen und KindererzieherInnen HF. Weiter habe ich zwischen 2012 und 2016 Wochenkurse für Zivildienstleistende durchgeführt, welche Kinder und Jugendliche betreuen während ihrem Zivildienst-Einsatz.

Mir ist wichtig, dass Ethik nicht nur (oder hauptsächlich) eine philosophische Disziplin ist, sondern auch in den konkreten Alltag der Fachpersonen im Gesundheitswesen oder in soziale Institutionen einfliessen soll. Dies macht meine Begeisterung und mein Engagement für die Ethik aus: die Verbindung von Theorie und Praxis.

Ich wohne mit meiner zweisprachigen Familie (deutsch/französisch) im Berner Länggassquartier.

Mehr Informationen zu mir finden Sie unter: CV_2017_8

Ich arbeite mit vielen Fachpersonen aus unterschiedlichen Professionen zusammen und bin gut vernetzt:
Netzwerk

Referenzen
Auf Anfrage nenne ich Ihnen gerne Referenzen aus folgenden Bereichen:
Patientenverbände, soziale Institutionen, Bildungswesen in der Schweiz, Ethikberaterinnen und -Berater